Geldanlage
Währungsspekulation einmal anders
Deviseninvestment mit ETFs (Foto: imago)
Unter Deviseninvestments stellt man sich gemeinhin eine Spekulation auf ein bestimmtes Währungspaar vor. Doch das Spektrum dieser Anlageklasse reicht viel weiter. Wie Anleger von Über- oder Unterbewertungen des Dollar profitieren.
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Devisen-Indexfonds macht gute Gewinne Mittlerweile können Anleger auch an systematischen Währungsstrategien wie Carry (Zinsdifferenzen) oder Momentum (Trendfolge) partizipieren. Auf eine besonders erfolgreiche Performance blicken sogenannte Valuation-Ansätze zurück. So hat der Indexfonds DB Currency Valuation ETF von DB X-Trackers, einer Tochter der Deutschen Bank, binnen Jahresfrist stolze 35 Prozent hinzugewonnen. Und das bei bemerkenswert stetiger Wertentwicklung, sprich einer geringen Schwankungsbreite.
Orientierung am fairen Wechselkurs "Ausgangspunkt von Value-orientierten Währungsstrategien ist die Kaufkraftparitätentheorie", sagt Thorsten Michalik von DB X-Trackers. Dahinter steckt die Überlegung, dass sich die Wechselkurse langfristig so anpassen sollten, dass homogene Waren und Dienstleistungen in verschiedenen Ländern für den wertmäßig gleichen Geldbetrag erworben werden können. Der daraus resultierende Wechselkurs wird auch als fairer Wechselkurs bezeichnet. Michalik verdeutlicht den Sachverhalt an einem stark vereinfachten Beispiel: "Angenommen in den USA kostet ein neues Apple-Notebook 2000 Dollar. In Deutschland ist das exakt gleiche Modell für 1500 Euro zu haben. Der faire Euro-Dollar-Kurs würde demnach bei 1,33 Dollar liegen."
Währungsbewegungen langfristig prognostizieren In der Praxis weicht der tatsächliche Wechselkurs aber häufig vom fairen Wert ab. Nimmt man das obige Beispiel, wäre der Euro gegenüber dem Dollar überbewertet, da der tatsächliche Euro-Dollar-Kurs
derzeit bei 1,43 Dollar liegt. Wie die Forschung zeigt, bewegen sich Wechselkurse langfristig zu ihrem fairen Wert zurück. Aus diesem Grund gehören die Kaufkraftparitäten - im angelsächsischen Sprachgebrauch als Purchasing-Power-Parity (PPP) bezeichnet - für Volkswirte mit zu den besten fundamentalen Modellen, um Währungsbewegungen auf lange Sicht vorherzusagen.
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Zehn Währungen zur Auswahl Auf Basis dieser Daten, so der Finanzexperte, würden jedes Quartal sechs Währungen ausgesucht - und zwar jeweils die drei, die laut OECD die größte Über- und Unterbewertung aufweisen. Das Auswahluniversum beschränkt sich dabei auf die sogenannten G10-Währungen, einer Gruppe von zehn etablierten Devisen, darunter der US-Dollar, der Euro, der japanische Yen, das britische Pfund und der Schweizer Franken.
Strategie nicht ohne Risiko In der Vergangenheit konnte der DB Currency Valuation Index sowohl mit niedrigen Risikowerten als auch mit beachtliche Performancedaten überzeugen. Dass muss natürlich nicht immer so sein. Devisenkurse werden häufig von Spekulationen verzerrt. Schnell kann es passieren, dass die Strategie außer Tritt gerät und der an dem Index partizipierende ETF an Wert verliert. Für langfristig orientierte Anleger scheinen Valuation-Strategien als Depotbeimischung aber durchaus interessant zu sein, zumal Währungsanlagen aufgrund der geringen Korrelation mit Aktien und Anleihen auch einen hohen Diversifizierungsnutzen für das Portfolio stiften.
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Steckbrief |
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Name |
DB Currency Valuation ETF |
|
Anbieter |
DB X-Trackers |
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ISIN |
|
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Index |
DB Currency Valuation Index |
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verw. Vermögen |
25,01 Mio. Euro |
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Laufzeit |
Open End |
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Gebühr |
0,30 % p.a. |
|
Kurs |
51,40 Euro |
Stand: 24.8.09; Quelle: Emittentenangaben, Onvista
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19.03.2010 |
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